Samstag, 26. April 2014

Mitbringsel für Kinder

Als Diätassistentin habe ich im privaten Bereich auch viel mit Kindern zu tun und wenn  man irgendwo eingeladen ist, dann ist es halt hier üblich den Kindern auch etwas mitzubringen. Einfach ist natürlich nach einer Tüte Weingummi oder einer Tafel Schokolade zu greifen, aber das möchte ich nicht. Passt nicht zu meiner Auffassung und passt auch nicht zu meinem Beruf.
Vor einiger Zeit in der gab es in der Nachbarschaft eine Einladung zum Kaffeetrinken. Drei kleine Kinder im Haus. Ich mache mir da schon so meine Gedanken, was Kinder gebrauchen können.
Was bei den Kleinen immer gut ankommt sind Seifenblasen (wobei ich die dann immer der Mutter zur Verwaltung gebe), Pixibücher oder, wenn die Kinder schon etwas größer sind Duschgele in Reisegröße.
Ganz toll sind auch die Handtücher die so gepresst sind, dass sie erst im Kontakt mit Wasser ihre volle Größe entfalten. Solche Dinge kaufe ich immer auf Vorrat, denn oft ist es auch wichtig wenn Kinder, die z.B eine Fruktosekarenz durchlaufen haben, auch von mir eine Kleinigkeit bekommen. Eine kleine Belohnung dafür, dass sie es geschafft haben.
Mich interessieren noch die Ideen von Euch? Was verschenken Kolleginnen und Kollegen, sei es privat oder beruflich? Ideen für Erwachsene finde ich natürlich auch interessant.
Bildquellenangabe: Rainer Sturm  / pixelio.de

Mittwoch, 23. April 2014

Neue Kommunikationsmethoden

Bis vor gut einem Jahr habe ich mich  vehement gegen ein Smattphone gewehrt, aber das muss ich mittlerweile zurücknehmen, denn es gibt durchaus Apps, die mir die Arbeit beim und mit dem Klienten erleichtern.
Mal eben den BMI und den Grundumsatz errechnet, das geht mittlerweile total fix. Eine App, die den Klienten hilft das Trinkverhalten zu optimieren... Das kam besondes gut bei zwei Mädchen an. In der Folgeberatung wurde mir stolz erzählt, dass sie es schaffen am Tag über einen Liter zu trinken. Wenn es also spielerisch geht, warum nicht.
Die Idee einer Klientin habe ich auch gerne übernommen. Nämlich das Foto einer Notwendigkeitsbescheinigung per SMS oder Whattsapp zu schicken. So habe ich es auf dem PC, das Kopieren fällt flach, einen Schritt näher dem papierarmen Büro. Und ich konnte dieses Bild auch einer Krankenkasse zumailen, so dass sie wussten, dass es eine Bescheinigung gibt. Das Original muss natürlich folgen.
Das Fotografieren funktioniert auch gut bei Arztberichten und Laborwerten. Eine ruhige Hand sollte man aber haben.
Womit ich dann aber doch ein Problem habe ist, wenn mir erzählt wird,  es wurde mit der Freundin über ein bestimmtes Thema gesprochen und die hat dazu XY gesagt. Und anschließend wird mir der Verlauf über Whattsapp gezeigt.
Es wird mir gesagt, diese beiden Personen haben "gesprochen" und letztendlich wurde nur "geschrieben".
Ich weiß, dass diese Art der Kommunikation gerade bei jungen Leuten total angesagt ist. Aber ich halte sie auch für unsicher, zum Teil auch für gefährlich. Gefühle müssen über Smileys gezeigt werden, Sätze werden missverstanden und wehe es kommt nach kurzer Zeit keine Antwort... "Redest Du nicht mehr mit mir?"
Aber vielleicht bin ich auch zu altmodisch.
Kommentare zum Thema durchaus erwünscht, auch was interessante Apps oder andere Möglichkeiten angeht.
Ich bin gespannt.
Bildquellenangabe: Cristine Lietz  / pixelio.de

Sonntag, 20. April 2014

gelesen: Warum Stress dick macht"

von Ronald Pierre Schweppe, erschienen bei Systemed
ISBN: 978-3-942772-51-8; Preis: 12,99€
Das ist mal wieder ein Buch, ganz nach meinem Geschmack. Die Bücher Schlank durch Achtsamkeit  und Achtsam abnehmen habe ich vor einiger Zeit im Blog von jetzt ess ich! rezensiert.
Auch dieses Buch hat meine Erwartungen erfüllt.
Dass Stress dick macht, das zeigt Professor Achim Peters in seinem Buch "Das egoisitische Gehirn". Den Bogen spannt der Autor auch zu diesem Buch.
Die Thema Achtsamkeit und  Entspannung in Kombination mit Übergewicht werden gut erklärt.
Zu allem gibt es entsprechende Übungen (z.B. Anleitung zu progressiver Muskelentspannung), aber auch Achtsamkeitsübungen zum Essen werden erklärt.
Es liest sich alles so einfach.:-)
Aus der Beratung aber weiß ich, dass es nicht so einfach ist, wie sich das Ganze liest.
Es gibt Klienten, die kommen in die Beratung mit dem Gedanken:" Hier werde ich jetzt schlank gemacht."
Das funktioniert leider nicht. Bei mir wenigstens nicht. Ich arbeite gerne mit Achtsamkeitsübungen und immer wieder bekomme ich die Rückmeldung:" Meine Güte, was ist das schwer. Das hörte sich so leicht an."
Ich habe auch eine Klientin gehabt, die hat die Beratung abgebrochen, da es ihr zu sehr in die Tiefe ging.
Wer aber abnehmen will, der sollte nicht nur Kalorien zählen, sich mit Low Carb oder Low Fat beschäftigen, da muss auch mal abgeklärt werden, wie es mit dem Stress aussieht. Stress, den viele nicht als Stress erkennen oder als Stress wahrnehmen wollen. Sich mit seinen "Problemen" zu beschäftigen, dass ist nicht leicht.
Aber für all diejenigen, die einen anderen Weg ausprobieren möchten, die über die Achtsamkeit, über die Entspannung abnehmen möchten, denen kann ich das Buch als Arbeitsbuch nur ans Herz legen.
Auch für die Beratung liefert es gute Anregungen um mal von einem anderen Blickwinkel auf die Thematik zuzugehen.
Fazit: Empfehlenswert.




Donnerstag, 17. April 2014

gelesen: "Low Carb bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten"

Autoren: Wolfgan Link, Dr. med. Jürgen Voll; Systemed Verlag
ISBN: 978-3-942772747; Preis: 7,99€
Diese kleine Broschüre (mehr ist es nicht) hatte ich heute morgen als Rezensionsexemplar im Briefkasten. Briefumschlag aufgemacht, durchgeblättert, den theoretischen Teil gelesen, die Rezepte inspiziert und schon folgt meine Meinung. Mit Nahrungsmittelunveträglichkeiten sind übrigens die Laktoseintoleranz, die Fruktoseintoleranz (!) und die Zöliakie gemeint.
Ich stoße mich etwas an diesem Satz" ...Strenge Ernährungsregeln und zweifelhafte Diäten beeinträchtigen die Lebensqualität der Patienten oft genauso stark wie die eigentlichen Beschwerden..." Im Internet, da wird oft mit strengen Ernährungsregeln gearbeitet (gestern in einer Beratung noch erlebt, wie verunsichert eine Klientin war.) Eine erfahrene Ernährungsfachkraft ist in der Lage, die notwendigen Ernährungsregeln so anzuwenden, dass es nicht so streng wird. :-)
Diese Bröschüre ist kein Mehrwert für Ernährungsfachkräfte, die auf der Suche nach einem fachlich guten Ratgeber sind. Aber auch für Betroffene, die sich ernährungstherapeutisch noch nicht haben beraten lassen, kann es zu Missverständnissen kommen.
Ich mache es einfach mal am Beispiel der Fruktoseintoleranz , die im Buch beschrieben wir, fest.
Zum Einen beginnt es mit der falschen Bezeichnung. Die meisten Betroffenen haben eine Fruktosemalabsorption und keine Fruktoseintoleranz. Da bin ich ganz pingelig, was das Wording angeht. Die sog. "Beerenfamilie" kommt ganz schlecht weg. Gerade diese Obstsorten kommen in der Testphase, wenn es um das Ermitteln der individuellen Toleranzgrenze geht, als Erstes wieder zum Einsatz!
Im Fall der Zöliakie ist Low Carb dann natürlich ganz obenauf.
Zitat:"Unabhängig davon kommt der Verzicht auf diese Lebensmittel (Anmerkung: gemeint sind die kohlenhydrathaltigen Lebensmittel aus Hafer, Roggen, Gerste, Weizen..)gleichzeitig auch Ihrer Low Carb Ernährung entgegen."
Zu den Rezepten: Sehr exklusiv.
Wenn ich mir meine Klientel so betrachte: Wer kocht sich da einen "Pikanten Bulgur-Rhabarber-Salat" oder ein "Thaicurry mit Schweinfilet und Grünkohl"?
Ganz schlecht machen will ich den Rezeptteil aber nicht. Es sind auch durchaus Rezepte dabei, die machbar sind und nicht zu exotisch wirken.
Aber zu jeder angesprochenen Unverträglichkeit gibt es einen eigenen Rezeptteil. Kombinationen wären auch schön gewesen, denn oft tauchen ja auch Unverträglichkeiten in Kombination auf.
Vielleicht erwarte ich auch zu viel von solchen Ratgebern. Aber ich denke da immer an meine Klienten, die Geld für diese Lektüre ausgeben....

Dienstag, 1. April 2014

gelesen: "Der Ernährungsratgeber für ein gesundes Herz"

Alles was Sie über herzgesunde Lebensmittel wissen müssen. ISBN: 978-3-89993-744-2
Preis: 19,95€
Wenn Ihr in einem Buch einen Text der Lektorin findet, der folgendermaßen lautet:
"...Falls Sie Anmerkungen zu diesem Buch haben, sei es, dass Sie Lob oder konstruktive Kritik loswerden möchten, oder wenn Sie eine Unstimmigkeit entdeckt haben sollten, so freue ich mich, wenn Sie mir schreiben."
Für mich liest sich das unsicher und solch ein Buch durchforste ich dann möglichst intensiv.
Das Buch, das sich an Betroffene richtet, ist sehr umfangreich, speziell der Teil  über sekundäre Pflanzenstoffe. Seitenweise Infos, mir hätte da eine gut gemachte Tabelle besser gefallen, auch um die Übersicht zu behalten.
Dann die Stiftung Warentest als Quelle für z.B. "Rauchen ist Risikofaktor Nummer eins für Herzinfarkt."
Diese "Quelle" kommt nicht nur ein Mal vor, sondern mehrere Male.
Ist das wirklich seriös für einen Ratgeber zu solch einem Gesundheitsthema oder denke ich zu kleinkariert? Es gibt bestimmt wissenschaftliche Studien, die ein besseres Bild hergeben würden. Ist natürlich mehr Arbeit entsprechende Studien zu suchen, zu lesen und auf Wahrhaftigkeit zu prüfen.
Auf Seite 39 finde ich einen Absatz zum Nahrungscholesterin. Da habe ich direkt ein Problem mit der Reihenfolge.
Als allererste Quelle für Nahrungscholesterin werden Milch und Milchprodukte, dann Fleisch und Fleischerzeugnisse.Wer sich auf den Seiten der Deutschen Lipidliga umschaut, der sieht, dass es erst ums Fleissh geht und dann unter ferner liefen erst um Milch und deren Produkte.
Der Satz "...Bei Milchprodukten ist Cholesterin ein direkter Fettbegleitstoff..."   Bitte, nicht nur bei Milchprodukten, bei allen tierischen Lebensmitteln ist Cholesterin ein direkter Fettbegleitstoff.
Auf Seite 43 geht es dann um natürliche Süßstoffe als gesunde Alternative. Werbung wird gemacht für einen Stoff namens Rubusosid (Herstellung aus den Blättern der süßen chinesischen Brombeere) mit Quelle, wo es käuflich zu erwerben ist.
Nach dem Hype um Stevia wünsche ich mir eine Angabe ob dieses Süßungsmittel  EU-weit zugelassen ist.
Es geht dann noch um weitere Inhaltsstoffe mit herzgesunder Wirkung.
Formulierungen wie:
... man sagt oder
...man konnte oder
.... als Ursache vermutet man...
machen mich nicht sicherer ob das Geschriebene stimmt. Alles mehr als schwammig formuliert.
Nun noch zum Rezeptteil:
Wenn ich an meine Klientel denke (ich lebe und arbeite im Münsterland auf dem "platten Land"), dann sind mir einige Rezepte zu exotisch.
Die Rezepte für Brote und Süßspeisen gefallen mir dann wieder gut.
So ganz glücklich bin ich mit diesem Buch nicht und ich hoffe dass die Lektorin vom Anfang des Beitrags ein paar Anregungen für sich und die Autorin findet.