Samstag, 1. April 2017

Kindermund

Gestern bin ich auf dem Parkplatz unseres Dorfes von einer Mutter angesprochen worden, deren Gesicht mir durch die Arbeit in einer Schule bekannt ist.
Sie kannte meinen Beruf und wollte von mir wissen, ob Kohlenhydrate wirklich so schlecht wären. 
Ihr Kind wäre nach Hause gekommen und hätte erzählt, dass im Unterricht erzählt worden wäre,dass Kohlenhydrate schlecht wären.
Dann hat sie mir noch eine Geschichte aus dem Kindergarten ihres zweiten Kindes erzählt. Ein Kind lehnt dort wohl Plätzchen ab mit der Begründung, dass  es keine Kohlenhydrate essen dar, weil die schlecht wären.
Mir blieb dann doch etwas die Spucke weg, weil es in meinem Kopf schon weiter rotiert hat.
Was wird da in die Köpfe der Kinder gedrückt?
 In der Stunde  "Der Weg der Nahrung" von   Klasse2000 sind den Kindern solche Begriffe nie eingefallen,wenn ich nach Nährstoffen gefragt habe.Vitamine, dass kam oft, wenn ich nach solchen Dingen gefragt habe.
Ich habe für mich versucht auseinanderzudröseln, was da evtl. in der Schule kommuniziert wurde.
Ich bin dann beim "Zucker" hängen geblieben. Davon sollten Kinder, natürlich auch wir Erwachsene, nicht zu viel essen.
Wenn ich mit meiner Theorie richtig liege, dann ist im Kopf des Kindes aber etwas anderes hängen geblieben. KOHLENHYDRATE!
Aber die brauchen wir doch auch und die stecken auch in Lebensmitteln, die uns gut tun. Als Beispiel Obst.
Für mich ist das wieder ein Signal, dass Kindern klar gesagt werden muss, um was es genau geht. Zucker ist ein Kohlenhydrat. Da wissen wir.
Kinder sollen auch wissen, dass zu viel Zucker nicht gut ist.
Aber wenn in den Köpfen durch eine falsche Erklärung hängen bleibt, dass Kohlenhydrate per sé schlecht sind, dann läuft da etwas falsch. Besonders dann, wenn zuhause von den Kindern gefragt wird:"Sind da Kohlenhydrate drin? Darf ich das essen?"
Wer auch immer da Multiplikator/Lehrer war, der möge das bitte überdenken.
Bildrechte:Irina Baumbach

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