MünsterBLOG

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Dienstag, 8. August 2017

Erst denken, dann reden

Ich bin ein friedfertiger Mensch und mich bringt so schnell nichts auf die Palme.
Es gibt aber ein Thema, da kann ich fuchsig werden.
Wenn Menschen wegen einer Erkrankung(ich mach es hier am Beispiel "Adipositas " fest) ungerecht behandelt werden.
Ich betreue Menschen mit Übergewicht und Adipositas und ich habe seit langer Zeit die Gelegenheit hinter die Kulissen zu schauen.
Wenn ich Saätze höre wie:"Boah, was ist der /die fett. Der sollte mal weniger (fr)essen", da werde ich schon mal aggressiv.
Letztens habe ich mal versucht jemanden mit hinter die Kulissen zu nehmen.
Ich hab einfach mal Fragen gestellt:
Warum meinst du, dass der (Mensch) so viel isst?--Weil er Hunger hat
Aber warum so viel, dass solch eine Figur dabei herauskommt? --Weil er nicht weiß, wann er satt ist/undiszipliniert ist
Warum weiß er nicht, wann er satt ist? -- Äh, keine Ahnung.
Worauf hat er Hunger?-- Pommes, Schnitzel, Chips
Woher weißt du das? Hast du schon mal mit ihm gegessen? --Das weiß man doch.
Ab dem Zeitpunkt wurden die Antworten immer schwammiger und mein Gegenüber immer unsicherer.
Dann habe ich mal so ein bisschen (natürlich immer unter Einhaltung der Schweigepflicht) über das erzählt, was man mir manchmal in der Beratung erzählt. Der dicke Bauch kann durchaus ein Zeichen für eine Art Panzer sein, der die Seele schützt, weil irgendetwas diesen Menschen ständig verletzt. Kompensiert wird das dann oft mit Essen, mit den berühmt -berüchtigten Seelentrösterchen.
Aber der dicke Kollege ist ja immer lustig. Der kann doch keinen Frust oder keinen Kummer haben?
Ich will hier nicht weiter in die Tiefe gehen. Ich möchte Euch einfach darum bitten erst nachzudenken, bevor solche Sätze, wie oben beschrieben, herausgehauen werden.
Denkt auch bitte darüber nach, wenn  Euch jemand erzählt, dass er keine Milch o.ä. verträgt. Das MUSS keine Modeerscheinung sein, die dem Gastgeber das Leben erschwert. So etwas kann durch einen Arzt diagnostiziert werden und dann ist das FAKT.
Ich verabschiede mich jetzt in eine kurze Blog-Pause. Danach geht es mit interessanten Themen, die bereits geplant werden, weiter.

Samstag, 5. August 2017

Zum Ernährungsberater berufen...

...allein dadurch, dass man vielleicht (als Beispiel) eine Nahrungsmittelunverträglichkeit selbst durchgemacht und Erfahrungen damit gesammelt hat.Im Anschluss daran vielleicht noch einen kleinen Kurs zum sogenannten "zertifizierten, qualifizierten Ernährungsberater"gemacht. Reicht das um Menschen zu therapieren?
In  letzter Zeit finde ich  häufiger solche Seiten im Netz.
"Ich bin betroffen von XY und weil ich mich dadurch in das Thema eingearbeitet habe und Spaß daran habe, habe ich mich noch nebenbei zum zertifizierten( das gibt es unendlich viele Adjektive) Ernährungsberater fortgebildet"
So oder ähnlich lautet die Vorstellung dann auf der entsprechenden Homepage oder Facebook-Seite (reicht ja auch oft schon als Visitenkarte im Netz)
Ich will jetzt keine Mitbewerber schlecht machen. Ich möchte einfach nur noch einmal drauf hinweisen, dass...
  • ....Ernährungsberater keine geschützte Berufsbezeichnung ist 
  • ....das Erleben einer Erkrankung nicht immer ein Qualitätssiegel für eine optimale Beratung ist
  • ...solch eine Erlebnis nicht dazu berechtigt Themen zu beraten, die eindeutig in die Therapie gehen
Jede/r kann sein Geld für Berater ausgeben, wie er mag.
Ich möchte aber immer darauf hinweisen, dass oft spezielles Hintergrundwissen fehlt, da es an regelmäßigen Fortbildungen mangelt (es ändert sich ja ständig etwas) und aus der Erfahrung heraus nur ein kurzes Beispiel aus meiner Praxis:
Klient mit Fruktosemalabsorption (so lautet die korrekte Bezeichnung ;-)) hat sich bei mir zur Beratung angemeldet. Im Gespräch kam dann heraus,dass der Klient seit einigen Jahren komplett fruktosefrei (so weit das möglich ist) lebte. Klient vermisste Obst, ab und zu Süßigkeiten und hatte massiv abgenommen.
Beraten hatte jetzt wirklich jemand mit oben genanntem Hintergrund.
Ich hatte nun wirklich Arbeit damit, die Fruktose wieder auf "gut" zu trimmen und dem Klienten Mut zu machen sich  so langsam aber sicher sich wieder an fruktosehaltige Lebensmittel ranzutrauen. Das dauerte natürlich länger, weil sich der Darm an die fehlende Fruktose gewöhnt hatte.
Grund für den ersten Berater: der Preis.
Erstberatung lag bei ca. 50€, dazu kamen dann noch weitere Beratungen . Insgesamt kam eine Rechnung von ca. 200€ zusammen, wobei die Krankenkasse nichts bezuschusst hatte.
Bei mir kamen jetzt aber auch noch Kosten dazu.Aber da wurde anteilig bezuschusst.
Und für mich war das größte Lohn, dass der Klient jetzt doch wieder Obst gegessen hat und auch ab und an Süßigkeiten gegessen hat, wobei diese nicht unbedingt lebensnotwendig sind, aber manchmal gut als Seelentrösterchen sind.
Alle können ihr Geld da ausgeben wofür  man will.
Meine Empfehlung lautet aber immer:
"Achtet auf Qualität, besonders wenn es um die Gesundheit geht."
 

Mittwoch, 2. August 2017

gelesen:“Da es förderlich für die Gesundheit ist…



…habe ich beschlossen, glücklich zu sein“



Die Wunderelixiere für Glück, Gesundheit und Wohlbefinden
 von Michael Handel, erschienen bei scorpio; ISBN: 978-95803-114-2; Preis: 17,99€


Wenn es um das Thema „Glück“ geht, dann bin ich immer neugierig, speziell dann, wenn es auch um Ernährung geht.
Den Buchtitel finde ich etwas sperrig, aber es ist ein Zitat, was welches geläufig ist.
Für mich ist das ein 50:50-Buch. Das heißt ganz einfach: 50% machen mich glücklich, da gehe ich mit. 50 %- na ja.
Der Autor hat das Rad nicht wirklich neu erfunden. Aber er hat verschiedene Lebens- bzw. Krankheitsthemen, wie z.B. Gewicht, Schlaf, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden....beleuchtet und seine Erfahrungen, Studien , Wunderelixiere dazu in ein Buch gepackt.
Wenn ich schon einmal beim Thema Studien bin: Da bin ich pingelig. Wenn es lapidar heißt: „Es gibt Studien zum Thema, die sagen…“ dann reicht mir das nicht. Dann möchte ich den Namen der Studie entweder im Text oder im Anhang.
Was sind Wunderelixiere? Nicht das, was unsereiner langläufig als Elixier versteht. Ich stelle mir darunter ein Fläschchen mit einer Flüssigkeit vor. ;-)
Hier geht es, am Beispiel von Kopfschmerzen um ausreichend trinken und Entspannung.
Zu Magen-Darm-Trakt gibt es wieder eine schöne, bildhafte Erklärung.
Wo ich dann wieder kritisch hinschaue ist, wenn es um die Empfehlung von Kräutern und Pilzen aus China oder Brasilien geht.
Weidenrinde hört sich harmlos an. Der Wirkstoff ist  dem Arzneistoff Acetylsaliclysäure(ASS) ähnlich. Das bedeutet: Neben der Wirkung gibt es auch Nebenwirkungen.  Das Gleiche gilt für Kräuter. In diesem Fall den Apotheker des Vertrauens befragen.
Bei Allergien wird ein Pilz aus China empfohlen. Ich bin da vorsichtig. Wo kommen diese Teile her, wie werden sie angebaut, wie ist der Standard? Entspricht er dem, der bei uns vorgegeben wird?
Kapitel Depressionen: Ich bin dafür, den Betroffenen Mut zu machen, aber ich hinterfrage dann doch, ob die Empfehlungen , als Beispiel hier die guten Wünsche von Bekannten und Freunden bei Erkrankten ankommen? Aber es wird darauf hingewiesen sich einen guten Psychologen aufzusuchen.
Rückenschmerzen können auch unglücklich machen, wie alle angesprochenen Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen. Worüber ich in diesem Kapitel gestolpert bin: Unterschiedliche Schreibweisen von einem Wort: einmal Calcium, dann wieder Kalzium. Das liest sich vielleicht wie Erbsenzählerei, aber wenn, dann richtig.

Im Buch gibt es viele Anregungen, werft einfach einen Blick ins Buch. Ich persönlich habe nicht viel Neues gefunden.
Bildrechte liegen beim Verlag



Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein: Die Wunderelixiere für Glück, Gesundheit und Wohlbefinden  (*Affiliate-Link=ein paar-Cent-dazu-verdienen-können ;-))

Samstag, 29. Juli 2017

Hashtag Instagram

Ich bin  in einigen sozialen Netzwerken unterwegs und interessehalber habe ich mich vor einiger Zeit mal bei Instagram angemeldet und zwar mit einem privaten Account.Zu Beginn fand ich es ganz interessant, habe dann auch überlegt, dass berufsmäßig zu nutzen.
Es hakt aber irgendwie bei mir.
Welche Bilder sind interessant wenn es um meinen Beruf geht? Nur Teller oder Töpfe mit Essen, das kann es ja nicht sein oder doch?
Einige Male habe ich solche Bilder gepostet und es gab auch ein paar Like in Form des Herzchens.
Dann die Sache mit den Hashtags, dasist die Raute (#), die vor einen Begriff gesetzt wird, damit andere, für die dieser Begriff interessant ist,den dann auch eher finden. Also eine Art Lesezeichen.
Ich finde das so fürchterlich anstrengend das alles ins Handy zu tippen.
Womit ich  auch ein "Problem" habe ist einen schön angerichteten Teller in einem Restaurant zu fotografieren.
Als ich mit meiner Freundin im Petersilchen essen war, da haben wir gefragt, rein aus dem Gefühl heraus. Antwort:"Sie sind die Ersten, die um Erlaubnis fragen. Danke, aber Sie dürfen gerne fotografieren." Das scheint dann aber eher eine Generationenfrage zu sein, oder?
Und ein weiteres Problem für mich bei Instagram: Ich vergesse oft, dass ich da tätig werden kann.
Meine Lösung:Wenn es passt, dann veröffentliche ich es dort, ansonsten unterstütze ich Freunde, Bekannte, Kollegen dort mit einem Herzchen-Like.
Euch allen ein schönes erholsames Wochenende.
Und dazu die Bilder, die im Petersilchen entstanden sind.
Schmörkes mit Kräuter-Dip und Salat, Gemüsetarte mit Salat und zum Dessert eine Herrencreme mit Obst -alles vegan und soooo lecker.

(Zu diesem Beitrag wurde ich nicht aufgefordert  und auch nicht bezahlt)
Bildrechte: B. Blumenschein



Freitag, 21. Juli 2017

Vom Niederrhein ins Münsterland



„War das nicht ein Schock, als Sie vom Niederrhein ins Münsterland gezogen sind?“
Diese Frage wurde mir letztens  in einer Beratung gestellt.
Zuerst einmal hatte ich einen sanften Übergang. Ich habe lange im St.Agnes-Hospital in Bocholt gearbeitet. Die Bocholter sehen sich  so als Grenze zwischen Rheinland und Münsterland. Vom Essen her sind sie dann doch eher beim Rindfleisch mit Remoulade (Niederrhein) als beim Rindfleisch mit Zwiebelsoße (Münsterland) ;-)
Wenn man der Liebe wegen in eine andere Region wechselt, dann muss man auch damit umgehen, dass da etwas anders abläuft. Wichtig ist aber auch, wie ich auf die Menschen zugehe.
Für einige bin ich wahrscheinlich immer noch „zugezogen“ oder „eingeheiratet“, aber das ist mir egal.
Die Münsterländer sind manchmal als stur verschrien, das können die Niederrheiner aber auch.
Ich glaube, jede Region hat so seine Vorurteile, mit denen es dann umzugehen gilt.
Aber dann kommt es ja auch auf mich an. Wie gehe ich damit um? Wie gehe ich den Menschen entgegen? Mit Skepsis oder erst einmal offen und warte was sich daraus entwickelt?
Ganz klar: Xanten, also der Niederrhein ist meine Heimat. Da sind meine Wurzeln.
Aber Reken ist mein Zuhause geworden. Ich habe seit Anfang der 1990er- Jahre viele nette Menschen kennengelernt, Freunde gefunden. Deshalb fühle ich mich hier auch wohl, wobei ich dann immer gerne an den Niederrhein fahre um meine Familie dort zu besuchen.
Und wer den Niederrheiner verstehen möchte, der schaue sich Videos von HannsDieter Hüsch  an. Er hat es, wie kein anderer verstanden, etwas überspitzt, uns Niederrheiner darzustellen, wie wir ticken.

Bildrechte:S. Hagedorn

Montag, 17. Juli 2017

Herzhaft gelacht und ein Wahnsinns-Konzert



Einmal im Jahr findet in Xanten(meine Heimat) die Sommermusik statt. Alles Open Air, also ohne Schön-Wetter-Garantie.
Durch meine Mutter bin ich an das Programm gekommen und direkt hat mich das Konzert „John Lees´Barclay James Harvest“ (BJH) angepiekt, aber auch Michael Mittermeier war interessant.
Nachdem mir Birgit Blumenschein signalisiert hatte, dass sie bei gerne mit dabei wäre habe ich die Tickets bestellt.
Und zu Weihnachten kamen dann auch noch Tickets für Michael Mittermeier dazu. Wow. Toll. Ein halbes Jahr Vorfreude auf die Termine in der vergangenen Woche.
Am 11.7. ging es zu Wild, Michael Mittermeier wirklich in Action. Aktuelle Ereignisse (z.B. der G20-Gipfel) ,weitere andere  Themen zogen sich wie ein Spinnennetz durch Programm und auch „unser“ Dom bekam sein Fett weg. Mittermeier war der Meinung, dass die Kirchenglocken  in Bayern dann doch viel mehr Power hätten. Das ließen sich die Dom- Menschen (Xantener) dann doch nicht gefallen. Es kam zu einem Hin und Her, aber immer wieder zurück zum Programm. Zwei Stunden Stand- Up- Comedy vom Feinsten. Zwei Stunden herzhaft gelacht.
 Am vergangenen Samstag das Konzert der Helden einer Jugend. John Lees´Barclay James Harvest.
Von Anfang an Gänsehaut. Was für eine Power die Musik immer noch hat.
Ich habe bei Facebook schon folgendes geschrieben:
„Wenn ein weißhaariger Mann mit knapp 70 Jahren in Jeans und T-Shirt mit drei grandiosen Kollegen, nein Freunden, auf der Bühne steht, Gitarre spielt wie ein junger Gott, so dass die Gänsehaut rauf und runter läuft, dann ist das ein Gefühl von großem Glück John Lees`Barclay James Harvest einmal live erleben zu dürfen.“
Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich diese zwei Events mit lieben Menschen erleben konnte. Es hat mir auch wieder einmal gezeigt wie wichtig Lachen ist und wie wichtig es ist Emotionen zu leben. Das macht das Leben leichter. Da verschwinden dann (vielleicht ) auch mal bei dem einen oder anderen die Alltagssorgen, Zipperlein treten in den Hintergrund.
Von beiden Tagen werde ich noch lange zehren und Danke an Petrus: Das Wetter war gut, die Schleusen von oben blieben geschlossen.
Ich bin jetzt schon gespannt, was 2018 angeboten wird.