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Freitag, 21. Juli 2017

Vom Niederrhein ins Münsterland



„War das nicht ein Schock, als Sie vom Niederrhein ins Münsterland gezogen sind?“
Diese Frage wurde mir letztens  in einer Beratung gestellt.
Zuerst einmal hatte ich einen sanften Übergang. Ich habe lange im St.Agnes-Hospital in Bocholt gearbeitet. Die Bocholter sehen sich  so als Grenze zwischen Rheinland und Münsterland. Vom Essen her sind sie dann doch eher beim Rindfleisch mit Remoulade (Niederrhein) als beim Rindfleisch mit Zwiebelsoße (Münsterland) ;-)
Wenn man der Liebe wegen in eine andere Region wechselt, dann muss man auch damit umgehen, dass da etwas anders abläuft. Wichtig ist aber auch, wie ich auf die Menschen zugehe.
Für einige bin ich wahrscheinlich immer noch „zugezogen“ oder „eingeheiratet“, aber das ist mir egal.
Die Münsterländer sind manchmal als stur verschrien, das können die Niederrheiner aber auch.
Ich glaube, jede Region hat so seine Vorurteile, mit denen es dann umzugehen gilt.
Aber dann kommt es ja auch auf mich an. Wie gehe ich damit um? Wie gehe ich den Menschen entgegen? Mit Skepsis oder erst einmal offen und warte was sich daraus entwickelt?
Ganz klar: Xanten, also der Niederrhein ist meine Heimat. Da sind meine Wurzeln.
Aber Reken ist mein Zuhause geworden. Ich habe seit Anfang der 1990er- Jahre viele nette Menschen kennengelernt, Freunde gefunden. Deshalb fühle ich mich hier auch wohl, wobei ich dann immer gerne an den Niederrhein fahre um meine Familie dort zu besuchen.
Und wer den Niederrheiner verstehen möchte, der schaue sich Videos von HannsDieter Hüsch  an. Er hat es, wie kein anderer verstanden, etwas überspitzt, uns Niederrheiner darzustellen, wie wir ticken.

Bildrechte:S. Hagedorn

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