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Dienstag, 26. September 2017

Kuriose Diagnostikmethoden

In den letzten Wochen bin ich mit gewöhnungsbedürftigen Diagnostikemethoden konfrontiert worden.
Anfrage wegen Beratung bei Sorbitintoleranz. So weit, so gut.
Ich frage in der Anamnese ab, wie der H2-Atemtest ausgefallen ist, wie sich der Klient dabei gefühlt hat.
Antwort:" Nein, Frau Hagedorn, den Test hat der Doktor nicht mehr durchführen müssen. Bei der Visite im Krankenhaus hat er gesehen, dass ich zuckerfreie bonbons auf dem Nachtschränkchen liegen hatte und meinte, dass das die Übeltäter wären. Und jetzt brauche ich dafür die Beratung."
Innerlich ist mir die Kinnlade runtergegangen, ich habe auch versucht zu erklären, dass es sich um keine "saubere" Diagnostik handelt. Nein, der Doktor hat ja gesagt. Des Menschen Wille ist erstmal sein Himmelreich. Der nächste Beratungstermin steht bald an. In einer kurzen Mail habe ich aber bereits die Info bekommen, dass es noch nicht besser geworden ist.
Fall 2: Histaminintoleranz
Ich habe hier ja bereits beschrieben, wie ich diese sog. Unverträglichkeit sehe.
Klient, der mit starker Migräne und Übelkeit zu kämpfen hatte.
Diagnostik erfolgte über Daosin®, da sich unter der Einnahme dieser Pillen die Beschwerden verringert haben. Empfehlung: 2x täglich morgens und abend Daosin und histaminarme Kost.
Ich denke da nur an eine Bemerkung der Kollegin  von Anne Kamp, ".... dass man, wenn man das DAO- Präparat einnimmt auch in gewissem Umfang histaminreich essen sollte." Warum? Was sollen die Enzyme denn abarbeiten, wenn nichts histaminhaltiges im Essen ist? Dann macht nämlich das Enzym Beschwerden. Und genau das ist beim Klienten passiert.
Das sind keine Fälle, die ich mir aus den Fingern gesaugt habe.
Immer kritisch bleiben und sich vielleicht an anderer Stelle fachlich informieren.


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